Die ambulante Geburt

Entbindung im Kreißsaal und geborgenes Wochenbett in den eigenen vier Wänden.

Bei einer ambulanten Geburt werden Mutter und Kind - sofern es beiden gut geht und medizinisch nichts dagegen spricht - bereits wenige Stunden nach der Geburt wieder aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen (nach min. 4, insgesamter Klinikaufenthalt max 24 Stunden).

Somit können ein eventuell hohes Sicherheitsbedürfnis der werdenden Eltern unter der Geburt und ihr Wunsch nach einem ruhigen und geborgenen Wochenbett in der gewohnten Umgebung vereint werden.

Im Vergleich dazu bleiben bei der stationären Geburt Mutter und Kind noch für etwa 2-5 Tage (je nach Geburtsart) in der Entbindungsklinik. Zuhause werden Mutter und Kind von der Hebamme betreut: in den ersten 5 Tagen nach der Geburt ist täglich eine Hebammenvisite vorgesehen. Die Hebamme kontrolliert unter anderem die Rückbildung der Gebärmutter und die Wundheilung, steht bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt die frischgebackene Familie im Ankommen, Ausruhen und Erholen. Manche Untersuchungen beim Kind werden erst nach einigen Lebensstunden und -tagen durchgeführt, so auch die Blutuntersuchung zur Früherkennung von Stoffwechselerkrankungen. Bei einer ambulanten Geburt ist die betreuende Nachsorgehebamme für diese kleine Untersuchung zuständig, außerdem für die 2. Gabe Vitamin-K (die 1. Gabe wird noch im Kreißsaal gegeben), welches wichtig für die Blutgerinnung des Neugeborenen ist.

Wichtig für eine ambulante Entbindung:

  • möglichst frühzeitige Kontaktaufnahme mit der Wochenbetthebamme bereits in der Schwangerschaft:
    Kennenlernen, Organisieren und Vorbereiten der ambulanten Geburt

    • die Krankenkasse übernimmt 2 Termine mit der Hebamme​ in der Schwangerschaft zu 80% des Kassensatzes (siehe Tarife), wenn eine ambulante Geburt geplant wird

    • Hebammen-Rufbereitschaft auch am Wochenende und eventuelles Organisieren einer Vertretungshebamme bei Urlaub/Krankheit: bei Anmeldung der geplanten ambulanten Geburt wird eine Pauschale verrechnet (siehe Tarife

  • Kinderarzt/ärztin für die anstehende kinderärztliche Untersuchungen (u.a. Hüftultraschall und Hörtest) in der
    1. Lebenswoche des Kindes organisieren,
    eventuell auch als Hausbesuch

  • sich um Unterstützung im Haushalt kümmern: Familie, Freunde oder Nachbarn um Entlastung im neuen Alltag bitte

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